Pokern gehört in Deutschland mittlerweile zu einer Art Volkssport
Die beliebteste Poker Variante ist mit Abstand Texas Hold'em. Die Regeln sind sehr einfach, doch um zu gewinnen benötigt Ihr eine Strategie, die Feinheiten des Spiels. Etliche Poker Fans darunter auch etliche Promis verlieren sehr viel Geld, Lehrgeld. Das muss nicht sein: Ob als Anfänger oder als Fortgeschrittener Pokerspieler sollten Sie diese folgenden Tipps des Pokerspielens immer beherzigen.
1. Weniger Blätter spielen
Viele Spieler können nicht einschätzen, wie die Chancen auf den Gewinn des Pots bereits mit einer schwachen Starthand sinken. Ein Ass mit einer schwachen Beikarte (Kicker) unter Acht oder ein schwaches Pärchen sind mit Vorsicht zu genießen.
Tipp: Spielen Sie professionell und setzen Sie nur auf wirklich gute Starthände wie Top-Paare, Ass/König, gleiche hohe Farben und ähnlich aussichtsreiche Kartenpaare.
2. Starke Hand sollte ausgereizt werden
Im umgekehrten Fall begehen die meisten Spielanfänger den Fehler, eine starke Hand nicht auszureizen, sondern nur mitzugehen (Call). Das Problem besteht darin, dass mit zunehmenden Karten (Flop, Turn, River) dem gegnerischen Spieler sein Karten stärker werden können. Dadurch verspielen sie die Chance, ihre Konkurrenten mit schwächeren Startkarten aus dem Wettbewerb zu drängen.
Tipp: Wenn Sie gute Starthände haben: Zeigen Sie Ihre Stärke und erhöhen Sie!
3. All-In mit der ersten Hand bei Turnieren
Auch beim Online-Poker gibt es eine Strategie. Bei Turnieren erlebt man es oft, dass Anfänger gleich in der ersten Runde All-in gehen, also ihre gesamten Chips setzen. Tun Sie das nicht egal wie gut Ihre Starthand ist! Mit dieser Vorgehensweise zeigen Sie nur, dass Sie Pokern für ein reines Glücksspiel halten und Ihre Mitspieler durchschauen Sie leichter.
4. Die Karten der Gegner nicht richtig einschätzen
Die meisten Poker-Anfänger freuen Sich über ihr Doppel-Paar oder den Drilling nach dem Flop (die drei Gemeinschafts-Karten), vernachlässigen jedoch die Hände ihrer Gegner einzuschätzen. Droht vielleicht ein Flush, eine Straße oder etwas stärkeres als ich habe? Nur wer die Möglichkeiten der Mitspieler richtig bewertet, kann sein Blatt korrekt ausspielen.
5. Falsches setzen sich outen
Wer oft nur mitgeht, anstatt zu erhöhen, gibt seine Spieltaktik preis: Ich spiele gerne auch mit schlechten Karten. Ihr verhalten merken sich Ihre Konkurrenten und stellen sich darauf ein. Ihr Setzverhalten ist Ihre sogenannte Visitenkarte.
Tipp:
Bringen Sie Abwechslung ins Spiel. Bluffen Sie man, spielen Sie
sicher, spielen sie vorsichtig und manchmal agressiv. So können Ihre
Mitspieler sich kein Bild von Ihrer Spielweise machen.
6. Bluffen
Gute Pokerspieler
bluffen eher selten. Weit verbreitet ist die Meinung, dass beim
Poker geblufft wird auf Teufel komm raus, doch weit gefehlt, beim
Pokern wird viel weniger geblufft als angenommen. Beim Online-Poker
ist es weit verführerischer einen Bluff zu starten. Schließlich
können die Gegner die Mimik der Mitspieler nicht sehen. Doch auch
online will bluffen gelernt sein. Ziel des bluffen ist ja, die
Gegner mit den eigenen schlechten Karten auszuschalten, doch gerade
bei Pokertischen mit kleinen Einsätzen werden die Karten sehr oft
bis zum Showdown (dem Aufdecken der Hände) gespielt.
7. Sitzposition unterschätzen
Ein häufiger Fehler ist, die eigene Sitzposition am Poker-Tisch einfach zu ignorieren. Die beste Position gilt die des Gebers (Dealer). Er kann seine Entscheidung zu letzt treffen. Um so näher sie am Dealer sitzen desto bessere Karten benötigen Sie zum setzten. Je weiter Sie vom Dealer sitzen, nach hinten, desto einfacher ist es die Karten Ihrer Gegner einzuschätzen.
8. Nicht folden können
Vielen Spieler, besonders Anfängern fällt es schwer, vorzeitig aufzugeben (Fold). jeder weiß, selbst starke Hände sind nicht unschlagbar. Solange Sie nicht sicher sind, das beste Blatt zu halten, sollten Sie Ihre Chancen vor jedem setzen neu überdenken. Behalten Sie die Möglichkeiten der Gegner und ihr Setz-Verhalten im Blick. Lassen Sie Ihr Blatt los, wenn Sie geschlagen sind!
Tipp: Lieber mal ein gutes Blatt zu viel wegwerfen, als pleite vom Tisch zu gehen.
9. Die Beherrschung verlieren
Gute Karten und Siege kann man nicht erzwingen. Gerade Anfänger verlieren nach drei, vier verlorenen Runden bereits die Geduld – und somit auch die Konzentration. Beim Pokern muss man jedoch sehr diszipliniert spielen. Wer die Kontrolle über sein Spiel verliert, sollte sich eine Pause gönnen. Ein Profi spielt deshalb auch nie zu lange am Stück.


